Nach der zweistündigen Fahrt zum Nationalpark, parkte unser Bus auf 4600m Höhe. Ab hier hieß es zunächst zur Hütte auf 4900m hochgehen. Hört sich nach nichts an, ist aufgrund der dünnen Luft, die sich doch gut bemerkbar macht und des plötzlichen Anstiegs zuvor um 1800 Höhenmeter (Quito auf knapp 3000) jedoch wirklich sehr anstrengend. Dennoch kamen wir gut voran und ließen auch bald die mit uns reisenden Chinesen hinter uns. Oben auf der Hütte mussten wir dann zum ersten Mal auf unsere Begleiter warten. Die Zeit vertrieben wir uns aber leicht mit dem gewaltigen Ausblick, der uns von dort bot, sofern sich die Wolkenschicht mal verabschiedete.
Von der Hütte aus stiegen wir weiter zum Gletscher auf 5100m Höhe.
Dort ist dann ohne entsprechende Ausrüstung und Guide Ende, und so machten wir uns nach einer kleinen Aussichtspause und ausreichender Bewunderung des Schnees wieder an den Abstieg zum Bus.
Auch hier mussten wir wieder beinah eine halbe Stunde auf unsere chinesischen Tourikollegen warten.
Nach einer kurzen Fahrt mit dem Bus zu einer tiefergelegenen Stelle, stiegen wir alle wieder aus, nur um kurz darauf mit Fahrrädern den Schotterweg abwärts hinunterzujagen. Ziel war eine im Nationalpark gelegene Lagune, die wir auch kurze Zeit später erreichten.
Nach einer weiteren kleinen Pause und dem wiederholten Warten fuhren wir dann mit einem kurzen Stopp beim Mitagessen wieder nach Quito. Erkenntnis des Tages war unteranderem, dass unsere chinesischen Freunde weder Bergsteigen, noch Klettern konnten und -nachdem wir das Wort Fisch auf chinesisch beigebracht bekommen hatten- dass sich jedes chinesische Wort wie 'Fisch' anhört.
Die Besichtigung des Cotopaxi war auch gleichzeitig die letzte gemeinsame Aktion und auch überhaupt der letzte Tag, den Sahra und ich zusammen verbrachten. Für sie galt am nächsten Morgen der Aufbruch zu den Galapagos-Inseln. Für mich bedeutete ihr Auszug ein grosser Verlust und auch gleichzeitig der Umzug in ein anderes Zimmer innerhalb des Hauses. Meine neue Mitbewohnerin, Anna, 21, aus den Staaten, ist das genaue Gegenteil meiner bisherigen Zimmerkollegin. Seit zwei Wochen versuche ich mich nun daran zu gewöhnen, mit einer Person zusammen zu leben, die mit dem Gedanken spielt, Nonne zu werden. (Oder Schwester, für mich besteht zwischen den beiden Dingen eh nicht wirklich ein Unterschied.) Nun ja, auch wenn ich mein Bestes gebe, ist es dennoch eine grosse Umstellung und auch Herausforderung für mich, sind wir doch sehr unterschiedliche Menschen. Die Aufgabe wurde auch dadurch noch erschwert, da ich die letzten beiden Wochen ziemlich oft daheim war, Grund dafür war eine ziemlich starke Erkältung, und so sahen wir uns eben noch öfters, als nötig.
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| Esposa mía, te extraño demasiado! ❤ |













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