Passend zum ersten November stand Sahra frisch gebräunt und voller Tatendrang vor mir - die fünf Wochen, die sie in ihrem Projekt auf Galápagos verbracht hatte, waren vorbei und nun blieben ihr noch weitere 10 Tage in Ecuador bevor es für sie 'Auf nach Chile' heißt.
Aus diesem Grund nahm ich mir den letzten Donnerstag und Freitag frei und gemeinsam machten wir uns mit dem Nachtbus in den Süden nach Cuenca auf, das insgeheim als schönste Stadt Ecuadors bezeichnet wird. Neun Stunden und mehrere gefühlte Kältetode später kamen wir um 07.00 Uhr morgens in der an und verliefen uns sofort. Weder Sahra, noch ich hatten natürlich einen Plan, geschweige denn eine Adresse von unserer Unterkunft. Nachdem wir unser Hostel Yakumama im Inneren der Stadt dann doch endlich gefunden hatten, erkundeten wir zunächst die wunderschöne Altstadt.
Das Hostel muss ich an dieser Stelle echt empfehlen. Wir hatten uns vorher keinerlei Gedanken über den Ablauf unseres viertägigen Aufenthalts gemacht, die Wand mit möglichen schönen Orten half uns hier sehr. Und auch das riesige Filmsortiment, die warmen Duschen (eine Seltenheit bei Hostels!) und alles andere verschönerten unsere Zeit in Cuenca sehr, trotz Zimmer mit acht fremden Personen.
Nach einer weiteren Stadterkundung mit einem waschechten Touribus mit abschießender Sicht auf die ganze Stadt schauten wir uns erneut in der Stadt um und gingen schließlich müde von der Busfahrt früh ins Bett.
Am nächsten Tag standen wir früh auf, Ziel war Ingapirca, eine Inkastätte - die größte Ecuadors und eine kleinere Ausgabe des Macchu Picchus in Peru. Ganz knapp und mit der lieben Hilfe von fünf Ecuadorianern erreichten wir unseren Bus auf die Minute genau und beinahe drei Stunden später waren wir dann endlich bei der archäologischen Fundstätte.
Nach einer einstündigen Führung verpassten wir den Bus nach Cuenca, weil wir zunächst einen großen Stein erklettern mussten und Sahra dann zusätzlich noch einen schildkrötenähnlichen Stein begutachten wollte. Vale la pena - der Stein sah echt aus wie ne Schildkröte und mit Umsteigen kamen wir dann auch irgendwann wieder zurück.
Vor Ort wagten wir einen kulinarischen Versuch, der in einem eklatanten Desaster endete. (Dieser Satz ist einem Münchner Professoren gewidmet- nein, ich habe Deutsch noch nicht verlernt.) Das Essen, das wir für 1,50$ auf einem einheimischen Markt erstanden hatten, beinhaltete neben Suppe und Reis mit Fleisch auch Hühnerfüße.
Gestärkt wollten wir abends neue Menschen kennen lernen und Freundschaften knüpfen und suchten uns aus diesem Grund die Bar mit der lautesten Musik aus. Wir brauchten eine geschlagene halbe Stunde um zu erkennen, dass es sich dabei jedoch um einen Club aus der Schwulenszene handelte. Wie geizige Deutsche jedoch sind, wollten wir keine weiteren drei Dollar für eine normale Location ausgeben und waren dann früher daheim als ursprünglich gedacht.
Am nächsten Tag war das Wetter wunderschön- ausgeschlafen beschlossen wir aus diesem Grund die Stadt ein bisschen mehr zu erkunden.
Nach einem weiteren Essen in dem Markt versuchten wir abends erneut unser Glück beim Ausgehen. Was soll ich groß erzählen, wir scheiterten wieder.
Sonntag war der letzte Tag in der schönsten Stadt Ecuadors, als Ziel hatten wir uns einen Besuch des Nationalparks Cajas gesetzt. Das Wetter war perfekt und als wir nach der kurzen Busfahrt auf 4000m Höhe ankamen, benötigten wir trotz der Lage des Parks keine warme Kleidung. Ich glaube hier sagen die Bilder mehr als irgendwelche Worte.




















































